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Badminton-Germany - der Weg zur eindeutigen Spieler-ID in Deutschland
Geschrieben am Sonntag, 13. November 2011 von Franz Engl

Badminton-Germany - der Weg zur eindeutigen Spieler-ID in Deutschland

In den letzten Monaten wurde mit einer hohen Intensität die Arbeiten an der Konzeption und Bereitstellung einer eindeutigen nationalen Spieler-ID vorangetrieben. Zunächst war eine Bestandsaufnahme der in den einzelnen Landesverbänden aktuell und in früheren Jahren (bis 5 Jahre zurück) verwendeten Spieler-ID zwingend erforderlich.

Hauptsächlich geht es um eine eindeutige Identifizierbarkeit eines Spielers in den Online-Systemen der Verbände. Bisher gab es vielfach Spieler, die mit mehreren Schreibweisen des Namens und mehreren (manchmal auch ohne) Spieler-ID von den diversen Stellen der Landesverbänden in Ligen und Turnieren geführt wurden.

Dazu ein kleines Beispiel - aufgezeigt an der Spielerin Oltersdorf Nicola:

  • der Name wurde unterschiedlich in verschiedenen Turnieren hinterlegt
  • mehrere unterschiedliche SpielerID
  • Der/die gleiche Spieler/in konnte mehrfach auftauchen
  • die gleiche Spieler-ID kann mit mehreren Spielern besetzt sein

Somit ist eine eindeutige Zuweisung von Mannschafts- bzw. Turnierspielen nicht möglich!

Das erschwerte den Funktionären, auf Anhieb die jeweils gültige Spieler-ID zu erkennen und vergrößerte so die Arbeit und die Fehlerquellen.

Damit in Zukunft die eindeutige Identifizierbarkeit gegeben ist und dadurch die Arbeit der damit befassten Funktionäre sinken kann, zudem eine technisch unterstützte Erstellung von z. B. Ranglisten und Spielerbilanzen möglich wird, hat das DBV-Präsidium den Auftrag zur Erarbeitung einer einheitlichen SpielerID gegeben. Im fertigen Zustand wird es eine Oberfläche „Badminton-Germany“ geben, in der in den Strukturen des DBV (Gruppen, Landesverbände, ggf. Bezirke, Vereine) die aktuell, aber auch historisch zugehörigen Spieler/innen zu finden sind.

Die Systematik sieht generell vor, dass die Schlüsselfelder (auch ID = Identifikationsnummer genannt) der Landesverbände mit dem 2-stelligen Schlüssel beginnen, die in der Satzung des DBV dafür vorgesehen sind, also „01 = NRW“, „02= Hessen“, „03 = Schleswig-Holstein“ usw.). Dahinter kommen, mit einem Bindestrich getrennt, jeweils die Nummerierungen, die schon LV-intern üblich sind. Eine Spieler-ID aus Bayern hat dann z.B. die „07-12345“, aus Baden-Württemberg eine „05-08765“.

Im ersten Schritt war es erforderlich, die Systematik bei der Vergabe und Verwendung der Spieler-ID in allen Landesverbänden zu erkennen. Dort, wo die LV in den letzten fünf Jahren ihre interne Systematik geändert haben, wurde in Absprache mit den LV durch uns in den historischen Beständen eine Bereinigung durchgeführt.

Anschließend wurde eine Plausibilisierung der bisher verwendeten Spieler-Daten bei den DBV-Ligen, Meisterschaften und Ranglistenturniere der vergangenen fünf Jahre durchzuführen. Somit konnten z. B. folgende Dinge im System angepasst werden:

  • Verwendung der aktuellsten Spieler-ID
  • Falsche Namensschreibweisen
  • Namensänderungen, z.B. durch Hochzeit (Beide Namen bleiben stehen, sind aber verknüpft)
  • Geburtsdaten
  • Geschlechter

Die Geburtsdaten sind für die Erkennbarkeit und Zuordnung von Spielern gleichen oder ähnlichen Namens und zur Einstufung in die Altersklassen äußerst hilfreich und werden immer wieder zur Zuordnung gebraucht. Die Geburtsdaten sind generell für die Anwender des Online-Systems NICHT sichtbar, datenrechtliche Bedenken insofern auch nicht begründet.

Bei den Landesverbänden, die sich dem Ergebnisdienst Kroton angeschlossen haben, wurde zusätzlich eine Plausibilisierung der in den jeweiligen LV-Ligen und Mannschaftsturnieren der vergangenen 5-Jahre verwendeten Daten durchgeführt und notwendige Korrekturen weitgehend durchgeführt.

Nachdem nun weitgehend alle LV-internen „Mängel“ geklärt und behoben sind, bleiben jetzt noch Spieler/innen übrig, die in mehreren LV gespielt und dadurch mehrere Spieler-ID bekommen haben. Wir werden das in den nächsten Wochen nach folgenden Grundsätzen abarbeiten.
 

  • Der aktuelle Landesverband des Spielers bestimmt die jeweils gültige Spieler-ID.
  • Jeder Landesverband bestimmt (in einem vorgegebenen Rahmen) selbst, wie die Struktur seiner Spieler-ID ist, ob also nach dem Bindestrich z.B. 4, 5 oder 6 Zeichen folgen).
  • Vergibt ein LV generell bei LV-Wechsel eine neue SpielerID, dann erhalten die historischen Daten in den Online-Systemen durch die ADMIN die jeweils neue, gültige Spieler-ID, damit der Spieler/in online weiterhin eindeutig identifizierbar bleibt.
  • Übernimmt ein LV bei LV-Wechsel die bisherige Spieler-ID (das wäre der Idealfall, dass ein Spieler/in seine Spieler-ID sein „Spieler-Leben“ lang behält !!!), dann ist online nichts zu tun. „Übernehmen“ bedeutet aber, dass der neue LV sie exakt so übernimmt, wie sie ist.

Wenn also ein Hamburger Spieler/in mit „06-001234“ nach Sachsen geht, dann behält er 6 Stellen hinter Bindestrich, auch wenn die Sachsen-Spieler/in mit „16-1234“ sonst nur 4 Zeichen kennen. Gerade in diesem Punkt ist auch bei Verbänden, die nach ihren Aussagen bestehende Nummern übernehmen, oft durch Weglassen oder Ergänzen von Zeichen die Identität der Nummer vernichtet wurden. Den Korrekturbedarf sprechen wir jeweils mit den uns genannten Ansprechpartnern der LV ab.

Die genannten Punkte a) bis d) gehen von Spielern aus, die nacheinander in verschiedenen LV gespielt haben. Durch die gleichzeitige Prüfung aller LV-Daten miteinander werden regelmäßig eventuelle mehrfache, zeitgleiche Spielberechtigungen aufgedeckt. Fast immer sind es „Karteileichen, die die Kündigung beim alten Verband „vergessen“ haben, manchmal aber auch „Doppelspieler, die wir dann den Verbänden melden.

Im nächsten Schritt wird es darum gehen für Teilnehmer aller Landesverbände und Jahrgänge an nationalen Veranstaltungen des DBV (DM, DBV-RLT, Bundesligen), für alle Teilnehmer von Veranstaltung der Gruppen (Regional- und Oberligen, als Ziel auch für Gruppenmeisterschaften und Gruppen-RLT) und für die Landesverbände, die das für ihren Bereich auch noch möchten (zumindest BAY, HAM, HES, NIS, NRW, SAA, SAC, THÜ, RHP, …. weitere sind willkommen) eine eindeutige, nationale SpielerID an den Start zu bringen.

Wichtig ist also die Verwendung dieser Spieler-ID bei allen o.g. Veranstaltungen durch die Sport- und Jugendwarte oder - je nach Strukturen - anderer Stellen im LV.

Aus diesem Grund werden alle offiziellen Stellen im BBV, sowie die Turnierausrichter gebeten, diese bindenden Vorgaben zu beachten. Sollten dennoch Spieler ohne Spieler-ID gemeldet werden, so gilt ab sofort für die Hinterlegung der Spieler-ID folgende Regelung:

  • 07-NachnameVorname        (ohne Leerzeichen bzw. ohne Komma)

Eine vergleichbare, wenn auch deutlich weniger voluminöse Arbeit ist die Verabredung zu den verwendeten Club-ID (Vereinsnummern), jeweils nach den gleichen Regeln mit der „07-“ oder „01-“ vorne wie bei den Spielern, z.B. „07-0146“ für TSV Neubiberg/Ottobrunn 1920. Bei LV, die bisher intern keine Nummerierung benötigten, wird eine Struktur für das Online-System vereinbart, wie sie für die überregionalen Ligen schon seit vielen Jahren üblich ist.

 Franz Engl
(LV-ADMIN)

PS.:  das Schreiben kann hier als PDF-Version geladen werden

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